Roadtrip #9 ~ White Island & Mount Maunganui

Kia Ora meine lieben Leser!

Nach einigen Wochen, die ich zum Entspannen und zum Geld sparen für meinen großen Urlaub nach Weihnachten zu Hause geblieben bin, ging es für mich dieses Wochenende wieder weg. Von Freitag Abend, den 21. Oktober bis Montag Abend, den 24. Oktober waren eine Gruppe von acht anderen Au Pairs aus Taranaki und ich in Taupo und auf der White Island. Der Grund warum wir den Montag auch frei hatten ist, dass es Labour Day war und von daher der Montag ein Feiertag ist.

Wie schon erwähnt ging es Freitags Abends nach Taupo. Das Hostel in dem wir waren war echt super schön, jeder hatte sein eigenes Bett, also alle nebeneinander, keine Hochbetten, und wir hatten eine Dusche und eine Toilette in unserem Zimmer. Was ein ungewohnter Luxus! Da es dann aber schon nach Mitternacht war sind wir alle relativ schnell ins Bett, um uns für den nächsten Tag auszuschlafen.
Samstag Morgen ging es dann nach dem Frühstück für einige von uns zu den Huka Falls, aber da ich ja bei denen schon war bei meinem ersten Roadtrip hier in Neuseeland bin ich mit ein paar Mädels in Taupo geblieben und wir sind einfach um den See gewandert. Später haben wir einen deutschen Pub gefunden und leckere Bretzeln gegessen, dazu gab’s im Hintergrund deutsche Schlager. Die Blicke als wir gesungen haben waren unbezahlbar.

Danach ging es zu der Fearless Sails Tour mit einem echten Segelschiff auf dem Lake Taupo. Mit der Sonne im Gesicht und einer leichten Brise sind wir über den See gesegelt, wurden etwas hin und her geschüttelt durch die Wellen und konnten als Highlight die Maori Rock Carvings bestaunen. Es war echt eine wunderschöne Tour und auf dem Rückweg gab es dann eine Limonade für jeden und wir konnten etwas dösen. Zurück am Hafen ging es dann für uns nach Tauranga, wo wir leider nicht ein ganz so tolles Zimmer hatten und wir alle kaum geschlafen haben.

Um sechs Uhr morgens sind wir Sonntags aufgestanden, um nach Whakatane zu fahren, wo unser Boot für die White Island wartete. White Island ist ein aktiver Vulkan an der Nordostküste Neuseelands und war mit dem Boot nach 1,5 Stunden erreicht. Die Bootsfahrt an sich war schon mega schön und wir konnten die Sonne richtig genießen. Mit Helmen und Gasmasken ging es auf ein Schlauchboot und letztendlich auf die Insel. Es ist atemberaubend, auf einem Vulkan zu stehen der jede Sekunde ausbrechen könnte. Während der Wanderung waren die Gase dann aber auch wortwörtlich atemraubend, weshalb wir mit Gasmasken weiter gelaufen sind und Bonbons gelutscht haben, um nicht zu husten. Es war so ein wunderschöner Tag und meiner Meinung nach ist White Island definitiv ein Must-Do in Neuseeland. Ich bin noch immer fasziniert, wenn ich daran zurückdenke. Die Erinnerung, direkt am Krater gestanden zu haben, bleibt für immer.

Nachmittags waren wir dann noch am Strand, bevor wir wieder nach Tauranga gefahren sind und zu Abend gegessen haben. Ziemlich erschöpft sind wir dann irgendwann ins Bett und haben Montags morgens erstmal bis neun Uhr gepennt, bevor wir gefrühstückt haben und dann weiter zum Mount Maunganui gefahren sind, um etwas zu wandern.

Auch wenn der Berg klein aussah, das Wandern zur Spitze war mega anstrengend, weshalb wir verschwitzt oben angekommen sind und dann erstmal die Aussicht genossen haben. Später sind wir runter an den Strand, wo wir eine coole Schaukel gefunden haben und relaxt haben. Danach gab es Real Fruit Ice Cream und dann war es auch schon Zeit, wieder Heim zu fahren nach Taranaki.

Ich hatte wirklich ein super schönes Wochenende und ich empfehle wirklich jedem, der in Neuseeland ist, die White Island Tour zu machen. Es lohnt sich wirklich sehr!

Liebe Grüße,

Eure Becca (:

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Roadtrip # 8 – Waitomo & Whangamomona

Kia Ora meine Lieben,

Letztes Wochenende, vom 23. bis zum 25. September, bin ich mit Juliette und ihrer Gastfamilie nach Hamilton gefahren. Juliettes Gasteltern sind dort auf eine Verlobungsfeier gegangen, haben Juliette und mir aber angeboten, mitzukommen und dort ein paar Sachen zu erleben. Der Höhepunkt daran: Sie haben für Juliette und mich ein Auto gemietet! Ein wirklich großes und schönes Auto. Und wir haben in einem Motel geschlafen und es hat sich einfach so luxuriös im Vergleich zu den Hostels angefühlt – Dicke Decken, Zimmerservice, eigene Küche und Bad, kostenloser Kaffee, Tee und Kakao.. einfach zu cool. Juliette und ich waren echt geflasht.

Juliette ist übrigens aus Frankreich und lebt nicht weit von mir hier in Patea. Leider fliegt sie bald Heim und ich werde Mainly Music und Playgroup mit ihr vermissen! ;( jetzt aber mal zum Roadtrip an sich…!

Freitags Morgens, nachdem ich mich vorher noch um die Jungs gekümmert habe, ging es los für uns. Juliette hat mich mit dem schicken Auto abgeholt und auf ging es. Die Fahrt war angenehm und wir haben fast die ganze Zeit nur geredet und gelacht. Wir haben uns wie immer echt super gut verstanden. Nach einer kleinen Pause sind wir dann in Hamilton angekommen und hatten das wunderschöne Zimmer nur für uns – Wie schön! Nach etwas Shopping in der Stadt, natürlich haben wir uns einen Donut bei Dunkin‘ Donuts geholt, ging es dann wieder zurück ins Hotel und später ins Bett.

Samstags sind wir nach einem kleinen Frühstück nach Waitomo gefahren, was circa eine Stunde von Hamilton entfernt liegt. Wir haben super lecker zu Mittag gegessen, es gab Pizza, und sind dann zu dem Treffpunkt gefahren. Wir haben uns angemeldet und wurden dann mit einer australischen Familie zum Umziehen gebracht – Neoprenanzüge statt gemütliche Jogginghose.

Warum das alles? Für die, die noch nie davon gehört haben: Die Waitomo Caves sind bekannt für ihre Glowworms, die dort in den Höhlen vorkommen. Diese Glowworms gibt es auf der ganzen Welt nur in Australien und Neuseeland. Der Grund für die Neoprenanzüge ist aber, dass die Glühwürmchen immer über Wasser lauern, an den Decken der Tropfsteinhöhlen, denn Moskitos, ihre Nahrung, sind ebenfalls gerne in Wassernähe. Die Glowworms leuchten bläulich, was die Moskitos anlockt. Sie bleiben in den Netzen der Glowworms hängen und werden dann gegessen.

Nachdem wir umgezogen waren ging es dann mit dem Shuttle zu der Höhle und einen kurzen Fußweg später waren wir dann mit unseren Wasserreifen am Höhleneingang eingekommen. Die Tour an sich war mega cool, nur das Wasser total kalt – Nur 7 Grad Celsius! Die Glowworms waren dennoch wunderschön anzusehen, während wir in den Reifen lagen und uns voran treiben ließen. Das Highlight war aber, dass man sich rückwärts von einem kleinen Wasserfall fallen lassen musste und eine Rutsche rutschen konnte! Das hat Spaß gemacht!

Nach einer heißen Dusche ging es dann wieder auf den Weg nach Hause, aber nicht ohne ein Eis. An einem Obst und Gemüseladen gab es Eiscreme mit echten Früchten – Und das meinten sie ernst! Vor unseren Augen wurden die Beeren und Vanilleeis zusammengemixt und in unsere Waffel gegeben. Wow, das war verdammt gutes Eis! Gerne wieder! Abends gab es dann Pasta mit Pesto bevor wir müde ins Bett gefallen sind.

 

Sonntags sind Juliette und ich zeitig aufgestanden, weil unser Programmpunkt, die Rückfahrt, diesmal länger sein würde.. wir sind nämlich den „Forgotten World Highway“ zurück gefahren. Und dieser Highway trägt zurecht den Namen „vergessen“, denn nachdem wir ihn gefahren sind kann man definitiv nachvollziehen, warum man lieber die anderen Highways nimmt…
Die Straße, die den Forgotten World Highway darstellt, ist nicht nur eng sondern auch verdammt kurvig. So kurvig, dass man teils nur 15km/h fahren durfte. Nicht, dass Juliette oder mir schnell schlecht wird, aber das war echt nach einer Weile zu viel, weshalb wir ein paar Mal angehalten haben um Luft zu schnappen. Andere Male mussten wir jedoch anhalten, weil Ziegen, Schweine oder Truthähne über die Straße gelaufen sind, einfach so aus dem Busch heraus. 12 Kilometer der Strecke war sogar nur Schotterweg, statt Asphalt.

Nach circa vier Stunden haben wir es dann aber nach Whangamomona geschafft, einer Republik in Neuseeland, sozusagen ein eigenes kleines Land mit 30 Einwohnern. Wobei das wohl eher nicht so ernst sein wird, denn der Bürgermeister ist eine Ziege. Und nein, ich meine damit nicht, dass das Verhalten des Bürgermeisters einer Ziege würdig ist, sondern dass der Bürgermeister ein Tier ist, eine Ziege eben. Wir haben uns einen Stempel in unseren Reisepass geben lassen und sind dann nach Hause gefahren. Nach so einer langen Fahrt, die bestimmt am Ende sieben Stunden gedauert hat, war ich dann aber auch endlich froh zu Hause zu sein.

Das Wochenende war einfach mega schön und die Erinnerungen mit Juliette werde ich bestimmt nie vergessen.

Bis zum nächsten Roadtrip,

Eure Becca 🙂

Roadtrip #7 – All Blacks vs. Argentina, Hamilton

Kia Ora liebe Leser,

da bin ich wieder, wie bereits versprochen!

Letztes Wochenende, vom 10. auf den 11. September, war ich in Hamilton – Auf einem Rugbyspiel der legendären New Zealand All Blacks gegen Argentinien. Meiner Meinung nach ein ‚Must-Do‘, denn wenn schon Rugby als Nationalsportart und das weltbeste Rugbyteam am Start, dann kann man sich das auch anschauen und mitfiebern.

Samstags morgens ging es mit Katja, Annika, Helen und Ann-Sophie auf den Weg nach Hamilton. Das Wetter war echt super schön, was die viereinhalbstündige Autofahrt natürlich nicht wirklich erträglicher gemacht hat. Wer sitzt schon gerne im Auto wenn das Wetter toll ist? Auf dem Weg haben wir in Mokau gehalten und sind runter zu einem wunderschönen Strand gelaufen, bevor wir uns etwas zu Essen geholt haben und weiter gefahren sind. In Hamilton angekommen wurde ich früh am Nachmittag von Alicia abgeholt, die seit den Orientation Days meine Freundin ist und in Hamilton wohnt. Zusammen sind wir zu den Hamilton Gardens gefahren und haben die schönen Gärten bewundert.

Der nächste Punkt des Tages war dann das Rugbyspiel Abends. Ein paar Freundinnen haben Alicia und mich abgeholt und sind mit uns zum Stadion gefahren. Wir haben auf einem Parkplatz geparkt und sind ausgestiegen, als uns ein paar ältere Männer, die schon getrunken haben, doof angemacht haben, von wegen „Are you Single and happen to like older men?“ (Bist du Single und stehst du auf ältere Männer?)… Ähm nein, schnell zum Stadion. Vor dem Eingang haben wir dann Banner geschenkt bekommen und haben uns schwarze und weiße Farbe ins Gesicht gemalt – Wenn schon denn schon. Fanliebe und Stadionfeeling habe ich sowieso schon seit Mai nicht mehr gehabt (leider, ich vermisse es sehr!).

Das Spiel an sich war spannend und die Regeln konnte man mit etwas Vorkenntnissen relativ leicht verstehen. Die Spieler haben auch den Haka getanzt, ein traditioneller Maori Tanz. Das war mega cool. Am Ende haben wir dann auch 57:22 gegen Argentinien gewonnen! Leider muss ich als Fußballfan sagen, dass die Stimmung in dem kleinen Stadion leider nicht so toll war wie ich es kenne, es gab eben keine typischen Fangesänge. Aber da ist einfach jede Kultur anders und trotzdem war es ein toller Abend!

Sonntag ging es dann auch nach einem langen Sonnenbad mit leckerem Eiskaffee in den Hamilton Gardens wieder zurück nach Taranaki. Auch auf dem Rückweg haben wir wieder in Mokau gehalten und sind erstmal barfuß ins Wasser – SO SCHÖN! Sand spüren, Meeresluft riechen, von den Wellen ergriffen werden, das sind wahre Glücksgefühle. Das war dann auch schon der letzte Stopp bevor ich wieder nach Hause gefahren bin. Was ein spannendes Wochenende!

Jetzt habe ich erstmal ein Wochenende nichts vor, denn ich möchte einfach mal wieder einen Tag lang richtig ausschlafen und ich muss auch etwas Geld sparen für alle kommenden Trips. Am Sonntag unternehme ich aber dann vielleicht doch noch was spannendes mit Juliette, die zwei Minuten von mir weg wohnt, aber leider bald wieder zurück nach Frankreich geht. Das Wochenende danach wird dann aber wieder spannender, denn ich werde mit Juliette’s Gastfamilie nach Hamilton fahren und schaue mir dann mit Juliette Waitomo an – Also freut euch auf den nächsten spannenden Trip!
Liebe Grüße aus Neuseeland,

Eure Becca (:

Roadtrip #6 – Wellington

Kia Ora meine Lieben!

Dieser Post über mein Wochenende in Wellington kommt zugegebenermaßen sehr spät – Aber dafür gibt es gute Gründe. Vor zwei Wochen, vom 2. bis zum 4. September war ich im wunderschönen Wellington und habr dort ein wunderschönes Wochenende verbracht.. Jedoch war ich daraufhin die gesamte nächste Woche krank mit einem Magen-Darm-Virus. Mir ging es zeitweise so schlecht, dass selbst mein Trip nach Hamilton an dem Wochenende auf dem Spiel stand, aber zum Glück ging alles nochmal gut und ich konnte fahren.

Jetzt habe ich endlich die Zeit dazu gefunden, meine Erfahrungen und Erlebnisse in Wellington mit euch zu teilen. Freitags Abends ging es für Johanna, Maike, Theresa und mich auf nach Wellington – Eine dreieinhalbstündige Fahrt stand und bevor. Müde und nach einigen Malen die wir uns verfahren haben waren wir endlich im Hostel und wollten nur noch ins Bett.

Am nächsten Morgen haben wir dann erstmal etwas länger geschlafen, bevor es nach einem kleinen Frühstück zum Te Papa ging, dem nationalen Museum in Neuseeland. Dort gab es viel zu sehen und zu lernen über Neuseeland, weshalb wir knapp zwei Stunden dort verbracht haben. Danach sind wir am Hafen entlanggeschlendert und haben bei tollem Wetter einige Fotos gemacht. Mittagessen gab es dann in einem kleinen Restaurant auf der Cuba Street, der Shopping und Partymeile in Wellington. Zu Fuß ging es dann weiter zum Cable Car, was sich jedoch als nicht sooo besonders rausstellte. Den weg runter in die Stadt sind wir dann wieder gelaufen und nach ein paar Besorgungen sind wir dann ins Hostel um uns für den Abend zurecht zu machen.

Wellington ist teuer. Das Nachtleben umso teurer. Wir haben supertolle Pizza zu Abend gegessen, und Oreo Cheesecake, aber ich wusste dass es für mich kein langer Abend werden würde, da ich Kopfschmerzen hatte. Wir sind in einen „Club“, in dem etwas Musik gelaufen ist, aber kaum einer hat getanzt. Vielen ging es nur ums Alkohol trinken, aber das fiel für mich definitiv flach. Generell scheint die Partyszene sich hier mehr auf Bars als auf Clubs einzuschränken. Als nächstes sind wir in eine geheime Bar gegangen, der „Motel Bar“, die als ein Insidertip gilt. Nach einigem Suchen, die Bar ist gut versteckt, haben wir dann unser Ziel gefunden und es war echt nett dort. Der letzte Punkt für Maike und mich an dem Abend war dann aber die Bar im Hostel, aber ich hatte durch meine Kopfschmerzen um ein Uhr morgens überhaupt keine Lust mehr, sodass ich dann mit Maike auf’s Zimmer bin. Schön war der Abend dennoch und wir haben uns gut unterhalten können.

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem kurzen Besuch im Kaitoke Regional Park wieder mach Hause. Mir ging es schon im Auto nicht gut und Abends war ich dann eben so richtig krank.. schöner Mist! Aber jetzt ist ja alles wieder gut und ich blicke gerne auf mein Wochenende in Wellington zurück.

Ich melde mich schon bald wieder bei euch mit meinem Bericht aus Hamilton!

Bis dahin liebe Grüße,

Eure Becca (:

 

Roadtrip #2 – Whanganui und Kai Iwi Beach

Kia Ora meine lieben Leser!

Etwas Zeit ist seit meinem letzten Roadtrip vergangen, größtenteils weil meine Gastfamilie im Moment sehr viel Arbeit hat und ich versuche so viel wie möglich zu helfen, aber einen Tag, den Sonntag, habe ich mir dann heute doch gegönnt um mit Helen und Annika einen kleinen Tagesausflug zu machen.

Als Erstes sind wir nach Whanganui gefahren, was etwa eine Stunde mit dem Auto von hier entfernt liegt. Die Fahrt war relativ lustig, da wir uns am Samstagabend mit ein Paar coolen CD’s eingedeckt haben – Hits von 2007 bis 2011. Dort angekommen sind wir erstmal an einem kleinen Park gehalten, an dem ein kleiner See liegt, der Virginia Lake. Wir sind einfach ein Bisschen um den See gelaufen, der bei dem Sonnenschein echt schön aussah. Der Schein hat uns jedoch etwas getrügt, denn es war extrem windig und dadurch mega kalt. Aber dadurch haben wir uns nicht abschrecken lassen.

Unser nächster Punkt auf der Liste war die Durie Hill Tower, wo man eine gute Aussicht auf Whanganui haben soll. Um dorthin zu gelangen mussten wir durch einen langen, weißen, etwas gruseligen Tunnel zu einem alten Aufzug laufen und hoch fahren. Danach war Sport angesagt – 176 Stufen bis zur Turmspitze. Oben angekommen, völlig aus der Puste, hat der Wind uns sofort ergriffen und so stark verweht, dass wir kaum Fotos gemacht haben und schnell wieder runter sind, um nicht zu erfrieren.

Danach haben wir uns ein kleines Eis geholt und sind zu einem Strand gefahren, oder eher geirrt. Ich habe leider keine Ahnung wie der Strand heißt, aber er lag auf jeden Fall am Stadtrand von Whanganui. Besonders schön an den Stränden hier im Südwesten von der Nordinsel ist, dass der Sand schwarz ist. Lange haben wir es auch da leider nicht ausgehalten, da der Wind uns den Sand geradezu ins Gesicht geblasen hat. Aber hey, kostenloses Peeling, wenn man es so sieht.

 

Es war schon etwas späterer Nachmittag, als wir dann Whanganui verlassen haben und uns auf den Rückweg gemacht haben. Ein Schild hatte uns jedoch in seinen Bann gezogen. „Kai Iwi Beach, 6 km“. Sollten wir es wagen? Ja, was soll schon passieren. Aber jetzt im Nachhinein – Beste Entscheidung die wir hier getroffen haben. Der Stand mit seinen atemberaubenden Klippen und dem wunderschön glänzenden Wasser, diese Zusammenspiel von den Farben… Einfach wow, unbeschreiblich. Definitiv ein Strand, den wir öfters besuchen werden.

 

Nach dem Strandbesuch waren wir einfach nur noch hundemüde und sind wirklich, mitten durch die Pampa und ohne Empfang, nach Hause gefahren. Das letzte Spektakel war dann aber hier bei mir zu Hause, direkt vor der Tür – Ein strahlender Regenbogen. Und das Ende des Regenbogens war direkt auf unserem Feld! Und gerade als wir reingehen wollten, ist noch ein zweiter Regenbogen aufgetaucht, das war einfach so schön.

 

Das war es dann auch schon wieder von mir mit den neusten Informationen. Anders, als nur von dem Roadtrip zu berichten, kann ich noch sagen, dass ich mich hier wirklich sehr sehr gut eingelebt habe. Meine Gastfamilie, und vor allem die Jungs, sind alle super lieb und haben es mir in den ersten Tagen echt einfach gemacht, sich an alles zu gewöhnen. Jetzt hat für mich auch der richtige Arbeitsalltag hier begonnen, aber auch das frühe Aufstehen nehme ich gerne in Kauf. Ich kann mich echt glücklich schätzen, eine so tolle Gastfamilie gefunden zu haben.

 

Bis zum nächsten Beitrag,

Eure Becca (:

Roadtrip #1 – Taupo

Kia Ora, liebe Leser!

Nachdem mein Beitrag über meine Ankunft in Neuseeland so gut angekommen ist, melde ich mich natürlich sofort wieder, um euch über Neuigkeiten zu informieren.

Dieses Wochenende ging es für mich und vier andere Mädchen aus Taranaki, darunter eine Schwedin, der Rest Deutsche, nach Taupo. Es war mein erster Roadtrip überhaupt und es gab ne Menge zu lernen und zu erfahren, aber am Wichtigsten war es, dass es sehr viele schöne Dinge und Sehenswürdigkeiten gab.

Freitagsabends ging es für uns, nach einigen Komplikationen mit dem Auto, los nach Taupo. Bis ich abgeholt wurde kannte ich noch kein einziges der Mädchen, aber auf der vierstündigen Autofahrt lernte man sich kennen. Vor allem mit zwei Mädchen, Helen und Annika, die erst letzte Woche angekommen sind, verstand ich mich blendend. Im Hostel angekommen, es war 23 Uhr Abends, kam dann jedoch der erste Schock – Ein fremder Mann war mit uns auf einem Zimmer. Oh well, Hallo Leben eines Backpackers. Umziehen im Zimmer war dann halt nicht drin. Die Nacht war dann aber ganz ruhig, wenn auch kurz – Um 8 Uhr morgens sind wir aus den Federn gehüpft und unsere Dreiergruppe ist ab nach Taupo zum Frühstücken gegangen.

 

Gestärkt und gesättigt ging es dann mit den zwei anderen Mädchen zu den Huka Falls. Diese Wasserfälle sind einfach atemberaubend schön mit ihrem blauen Wasser. Natürlich haben wir einige Selfies gemacht mit meinem Selfiestick und noch mehr Bilder von der wunderschönen Aussicht.

 

Danach ging es ein Paar hundert Meter weiter zu den Craters of the Moon. Diese Krater sind durch vorherige Vulkanausbrüche entsanden und blubbern und rauchen noch heute vor sich hin. Und mit rauchen meine ich, sie stinken bestialich nach Schwefel. Eine Stunde dauerte es, den Weg zu wandern, aber an den Geruch konnte ich mich beim besten Willen nicht gewöhnen. Großer Vorteil war jedoch, dass meine bislang verstopfte Nase endlich frei war. Und die Aussicht war es definitiv auch wert.

 

Nach den zwei Attraktionen hat sich unser Weg wieder von den zwei anderen Mädchen getrennt. Helen, Annika und ich haben ein Bisschen Taupo erkundet, den besten Burger der Stadt gegessen und waren Abends, als es schon dunkel war, bei einem Lichterfest mitten im Stadtpark. Die Lichterfiguren waren einfach zu schön um keine Bilder davon zu machen und wer mich kennt weiß auch ganz gut, dass das dann auch oft sehr lustige Bilder werden. Der letzte Punkt des Tages war dann nur noch das Abendessen, was, mal wieder fettig, eine Pizza war. Jeder von uns hat jedoch nur eine Hälfte seiner Pizza gegessen, die andere Hälfte haben wir einfach mitgenommen. Danach haben wir nur noch im Hostel gechillt und sind zu Bett gegangen.

Am nächsten Morgen, Sonntag, ging es wieder um 8 Uhr raus, aber diesmal sind wir zum Frühstücken nicht rausgegangen sondern haben und Brote mit Käse im Hostel geschmiert. Direkt nach dem Frühstück haben wir dann dann das Hostel verlassen und sind zum Wai-o-Tapu Geothermal Wonderland gefahren, was sogar ein Punkt auf meiner Must-See, Must-Do Seite ist. Um 10:15 Uhr war dort erstmal die Geysier-Show, jedoch ging dieser nicht von selbst hoch, sondern Mithilfe von Waschpulver, also etwas gemogelt. Cool war es trotzdem! Der Park an sich, auch ein Vulkangelände, war sehr schön, wenn auch manchmal etwas anstrengend zu bewandern. 90 Minuten dauerte die Wanderung durch den kompletten Park und unsere Gruppe war nassgeschwitzt, als wir zurückkehrten. Es war auf jeden Fall sehr schön, dieses Naturwunder mal gesehen zu haben, aber der Gestank dort war noch schlimmer als der bei den Craters of the Moon, weil es in Wai-o-Tapu einfach intensiver war.

Das war dann auch unsere letzte Sehenswürdigkeit auf dem doch so langen Wochenende. Danach sind wir einfach nur noch nach Hause gefahren und ich habe erstmal gepennt, nachdem wir die Pizza vom Vorabend zu Mittag gegessen haben. Jetzt liege ich in meinem warmen Bett und freue mich auf ein Paar Stunden schlaf.

Ich melde mich wieder bei euch, sobald es was Neues gibt.

Eure Becca (:

PDBP6185

Arrived! :) <3

Kia Ora meine Lieben!

Ich bin mittlerweile seit einer Woche in Neuseeland und habe schon einiges gesehen und viel gemacht – Aber keine Zeit gehabt, hier was zu schreiben.

Am 27.6. ging es los, Montagmittags um 13:45 Uhr. Der Abschied viel mir echt mega schwer, aber im Flieger war dann alles vergessen – Es ging los.

Mit einer Gruppe von insgesamt 14 Leuten saßen wir am Gate, um auf unser Boarding zu warten. Alle waren ein bisschen in sich gekehrt, aber nachdem eine von uns das Wort ergriff konnten wir gar nicht mehr aufhören zu schwatzen.

Der Flug von Frankfurt nach Aucklandd war relativ angenehm. Nur das Essen bei Cathay Pacific – NUR ASIATISCH – bekam mir überhaupt nicht gut. Um mich abzulenken habe ich dann aber gleich „Die 5. Welle“, „Zoomania“, „San Andreas“ und die „Minions“ geguckt. Ja, ja, ich weiß, ne Menge Filme, aber bei 11 Stunden Flug…. Was erwartet man da? Natürlich habe ich auch mein Abschiedsbuch gelesen und einige Tränen bei den süßen Erinnerungen verdrückt.

Dann war es endlich soweit – Wir landeten in Hongkong. Mein erster Eindruck? Eine drückende Hitze, um 7 Uhr morgens Ortszeit. Zudem noch mega schwül. Als Erstes haben eine kleinere Gruppe von sechs Leuten und ich unser Handgepäck abgegeben, bevor wir uns mit dem Zug nach Hongkong City begeben haben. Wow, was eine Stadt. Hochhäuser, das Meer, ganz viele Autos und viele Menschen. Nachdem wir etwas herumgeirrt sind und an sehr unfreundliche Passanten geraten sind, die uns nur dürftige Auskunft über Sehenswürdigkeiten geben konnten, haben wir uns in einen Linienbus gesetzt, der innerhalb von 45 Minuten auf einen Aussichtspunkt über Hongkong hochfährt. Leider hatte ich durch das Flugzeugessen schreckliche Bauchschmerzen, weshalb ich es in Kombination mit der Hitze nicht wirklich genießen konnte. Alle anderen aus unserer Gruppe sind auch halbwegs eingeschlafen, weshalb wir nach ein paar Fotos wieder Richtung Flughafen gefahren sind. Puuh, vier Stunden Hongkong waren echt lang mit Zeitverschiebung!!

Mein Highlight waren die restlichen zehn Stunden in Hongkong!

Schon eine Woche vor dem Flug haben sich einige aus unserer Gruppe einen Gutschein für die Plaza Premium Lounge in Hongkong geholt. Es gab Essen, Trinken, so viel man will, W-Lan und gemütliche Stühle zum Schlafen…. Und eine heiße Dusche. Das alles für nur 40 Euro! Das hat sich ja mal sowas von gelohnt! Völlig entspannt konnten wir deshalb in den Flieger nach Auckland steigen.

Der zweite Flug war, naja, wie soll ich es sagen, etwas turbulenter. Es war eine ziemlich alte Maschine und man konnte die Sitze nicht zurück lehnen – Also kein Schlaf für mich. Irgendwann auf dem Flug war dann auch mein Geburtstag, aber ich war so übermüdet, dass ich das nicht wirklich gefeiert habe. Von den 11 Stunden Flug waren ungelogen 9 Stunden dunkel im Flieger. Selbst als die Sonne über Australien schien – Nope, wenn der Steward sagt dunkel, bleibt es dunkel!!!!

Die Landung war SEHR turbulent. Wir sind durch viele Wolken geflogen, auch durch Luftlöcher, was hieß, dass das Flugzeug einfach mal ein paar hundert Meter abgesackt ist. Manche Leute haben geschrien, was ich so lustig fand, dass ich nur laut lachen konnte. Tat mir irgendwie ein bisschen Leid. Und wie das so ist mit empfindlichen Mägen – Viele Leute im Fliger mussten sich übergeben. Auf dem Gang. Direkt vor uns. Wo wir lang müssen, um den Flieger zu verlassen. Bäh..

Endlich aus dem Flieger raus haben wir unsere Koffer geholt und sind raus, um unseren Shuttlebus zu finden – Aber wir haben ihn um ein paar Sekunden (Nope, ich übertreibe nicht, er ist vor uns weggefahren) verpasst. Also 30 Minuten warten im 12 Grad warmen (haha) und regnerischen Auckland. Endlich im Hotel angekommen sind wir dann alle schnell auf unsere Zimmer und dann zur ersten Orientation. Ein Glück war diese nur kurz, weshalb wir vor und nach dem Abendessen nur auf unseren Zimmern waren.

Die nächsten zwei Tage, Donnerstag und Freitag, begannen früh. Die Orientations an sich waren sehr sinnvoll, aber langwierig, vor allem mit Jetlag. Erste Hilfe am Kind und theoretische Fahrstunden machen aber durchaus viel Sinn, da man einige Sachen eben nicht weiß. Leider war ich so müde, dass ich mich nicht wirklich an alles erinnern kann.

Mein Highlight war die Auckland City Tour. Wir haben ne Menge gesehen, vom Mount Eden bis zum Skytower. Obwohl Auckland schön ist bin ich jetzt aber im Nachhinein doch froh, nicht in der City zu wohnen. Dazu aber später mehr.

Freitag Mittags ging es dann zu den Gastfamilien – Wie aufregend! Während fast alle in Auckland blieben, sind wenige von uns nochmal zum Flughafen und in einen kleinen Flieger, um nach New Plymouth zu fliegen. Könnt ihr das glauben, es gab vor dem Flug keinerlei Sicherheitschecks!!! Gar nichts! Ich konnte alles was ich wollte mit in den Flieger nehmen – Unvorstellbar. Kleine Randbemerkung: In Neuseeland tragen die Polizisten keine Waffen. Sollten welche gebraucht werden, gibt es Sondereinheiten.

Es war schon dunkel, als ich um 18:35 Uhr in New Plymouth gelandet bin – Aber schon beim Aussteigen konnte ich meine zwei kleinen Jungs Wes und Quentin erkennen, wie sie an der Scheibe klebten und warteten – Wie niedlich! Der Empfang war echt großartig. Die Jungs haben mich sofort überfallen und auch Nick und Conna waren extrem lieb. Ich habe mich sofort wohl gefühlt.

Da Quentin am Wochenende Geburtstag hatte, sind wir die erste Nacht in New Plymouth geblieben um dort zu feiern. Auch ich habe einen Kuchen bekommen, nachträglich zu meinem Geburtstag – Pavlova, eine neuseeländische Spezialität. Lecker!

Dann war es endlich Zeit Patea zu sehen und richtig anzukommen. Ich muss schon sagen, das Farmleben hat Charme. Mir gefällt es total gut. Nan und Granddad leben nur ein Paar hundert Meter von uns und haben mich ebenfalls mit offenen Armen empfangen. In meinen ersten Tagen habe ich so viel gemacht und so viele nette Menschen getroffen – Ob nun im Kindergarten, der Playgroup oder Mainly Music, überall wurde ich gut aufgenommen und sofort eingebunden. Einfach Klasse! Auch Quad fahren war ich schon, und golfen und am Strand – Es gibt so viel zu sehen und zu tun.

Jetzt ist die erste Woche bei meiner Gastfamilie schon rum, das ging echt verdammt schnell. Ich bin froh, dass die Jungs mich so gut aufgenommen haben und jetzt schon unheimlich gerne mit mir kuscheln. Das war wohl meine größte Angst, die sich als unbegründet herausgestellt hat. Leider sind die Jungs und ich krank, haben eine hartnäckige Erkältung, aber ich habe das ganze Wochenende frei, um mich auszukurieren.

Ich melde mich bald wieder mit einem neuen Zwischenbericht und hoffe, dass ihr weiterhin schön fleißig lest. Natürlich folgen die Bilder meiner aufregenden zwei Wochen jetzt im Anhang!

Eure Becca (: