Roadtrip #11 ~ Tongariro Alpine Crossing

Kia Ora meine lieben Leser,

Ich habe es geschafft! Ich habe gestern, am 17. Dezember 2016, mit ein paar anderen Au Pair das Tongariro Alpine Crossing gemacht, eine 19,4 Kilometer lange Wanderung, dir nicht nur auf den 1900 Meter hohen Red Crater Mt Tongariro hoch geht, sondern auch den ganzen steilen Weg wieder runter. Ihr könnt gar nicht glauben wie sich meine Beine angefühlt haben als wir endlich wieder im Auto saßen nach so einem Tag!

Freitags Abends ging es für uns los, ich wurde von Marie und Judith abgeholt und zusammen sind wir dann nach Erua in ein Hostel gefahren. Nach der erlebnisreichen Autofahrt, uns sind zwei Hasen vor das Auto gesprungen und wir hatten einen Felsrutsch mit riesigen Brocken vor uns auf der Straße, waren wir dann froh endlich in unserem Vierbettzimmer schlafen zu können.

Samstagmorgens ging es dann früh raus, um uns für das Crossing fertig zu machen. Ein kleines Frühstück gab es auch noch, bevor wir uns auf den Weg zum Start gemacht haben. Mit einer Gruppe von anderen Au Pairs aus Auckland ging es dann los bei 0 Kilometern und wir haben uns geschworen nach jedem Kilometer ein Foto zu machen… aber… Erstens, erspare ich euch die schrecklichen Bilder die dabei entstanden sind und Zweitens, bei ungefähr 13 Kilometern hatte keiner mehr Bock ein Foto mit dem Schild zu machen.

Das erste Bisschen war nicht sonderlich schwer, wir hatten beste Sicht auf den Mount Ngauruhoe und haben einfach das tolle Wetter genossen. Kaum eine Wolke und viel Sonnenschein – Die Konditionen waren einfach perfekt. Noch im Flachland sind wir zu einem Wasserfall gekommen und haben uns dort erstmal gestärkt für den ersten schweren Teil des Tages – Die Treppen nach oben auf den Berg. Und ja, es waren hunderte von Treppenstufen in der Hitze. Nach ein paar Pausen um zu trinken kamen wir dann auf einem kleinen Plateau an, wo man entweder das Crossing zum Mount Tongariro fortsetzen konnte oder hoch auf den Mount Ngauruhoe klettern konnte. Ohne Diskussionen haben wir uns alle einstimmig dazu entschieden, lieber das Crossing fortzusetzen, denn der schwierigste Teil stand uns noch bevor.

Der letzte Teil der zum Mount Tongariro hoch führt war anstrengend. Diesmal gab es keine Treppen, aber auch keinen festen Weg. An manchen Teilen musste man halb klettern, um auf dem Dreck-Sand-Gemisch nicht auszurutschen. Da ich als Einzige schonmal hoch wollte um es hinter mir zu haben, kam ich oben fast dreißig Minuten vor den anderen an und konnte die atemberaubende Aussicht genießen. Wow – Der Red Crater und die Lakes, wie schön! Ich habe unzählige Fotos gemacht, bevor ich mich mit den anderen Mädels wieder nach unten begeben habe, weil. Nur so am Rande, ganz oben auf dem Berg waren nur 9 Kilometer von 19,4 Kilometern geschafft…

Der steile Weg runter zu den Lakes war ebenfalls anstrengend. Viele sind gefallen und den ganzen Berg runter gerutscht weil der Boden kaum Halt gegeben hat. Die Lakes waren dafür mit dem türkisblauen Wasser umso schöner! Der große See war auch schön und wir haben dort eine längere Pause gemacht, um uns zu sonnen und auszuruhen. Von da an ging es dann auf einem ewig langen Weg nur noch bergab. 9 Kilometer nur noch den Berg runter laufen, das geht mächtig auf die Knie. Teilweise konnten wir nicht glauben, dass wir „nur“ 14 Kilometer gelaufen sind und 5,4 Kilometer noch vor uns haben!

Durch die Erschöpfung und mit dem Wissen, dass es noch ewig weiter geht, ist die Stimmung etwas gesunken und wir waren alle etwas ruhiger. Gemotzt wurde auch hin und wieder, wenn der Pfad uns bergab geführt hat, nur um uns dann wieder Treppen hoch laufen zu lassen. Am Ende haben wir es dann doch geschafft und haben uns überglücklich auf die Sitze fallen lassen. Was ein Tag!

Unsere Muskeln haben danach natürlich rebelliert. Knie, Waden, Oberschenkel und auch der Po – Alles tat mächtig weh durch die Erschöpfung. Todmüde sind wir dann Heim gefahren und heute hab ich erstmal richtig schön ausgeschlafen. Kaum zu glauben, dass ich sogar ohne großen Muskelkater aufgewacht bin! Schauen wir mal, wann es mich wieder einholt :b

Nach Weihnachten, am 26. Dezember, geht es dann für mich zwei Wochen in den Urlaub auf die Südinsel und ich gebe mein Bestes euch regelmäßig ein Update zu liefern!

Bis dahin, Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Eure Becca (:

Roadtrip #10 ~ Hobbiton

Kia Ora meine Lieben,

Am 12. November 2016 war ich mit ein paar anderen Mädchen aus Taranaki und Waikato in Hobbiton zum Au Pair Link Outing. Wir haben eine Tour durch das weltberühmte Filmset von den Filmen „Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“ gemacht und es war echt toll das alles mal live sehen zu können und wie viel Arbeit eigentlich in so einem Film steckt.

Dort habe ich auch Alicia wieder getroffen, meine Freundin von den Orientation Days, mit der ich nächsten Monat in den Urlaub auf die Südinsel fahre. Es war schön sie wiederzusehen und ich habe die ganze Tour mit ihr verbracht. Vom Wetter her war von warm und sonnig bis zu Regen und kaltem Wind alles dabei, aber es war dennoch sehr schön und informativ. Alles sieht noch so aus wie man es aus den Filmen kennt und manche Details sind echt atemberaubend.

Für mich war es definitiv das Geld wert, jedoch würde ich es nicht nochmal machen. Es war eine schöne Erfahrung, aber ein Mal hat auch gereicht dafür. Zum Abschluss haben wir noch ein Ginger Beer getrunken und uns etwas mit den anderen Au Pairs ausgetauscht. Mit ein paar anderen Mädels aus Taranaki ging es noch am selben Tag wieder nach Hause, jedoch haben wir kurz an den Blue Springs gestoppt, wo wir den kleinen Fluss gesehen haben, dessen Wasser türkisblau ist! Es war ein schöner Tagesausflug.

Ich melde mich hoffentlich bald mit einem New Zealand Must-Do wieder, dass am Wochenende ansteht!!

Liebe Grüße,

Becca (: