Roadtrip #9 ~ White Island & Mount Maunganui

Kia Ora meine lieben Leser!

Nach einigen Wochen, die ich zum Entspannen und zum Geld sparen für meinen großen Urlaub nach Weihnachten zu Hause geblieben bin, ging es für mich dieses Wochenende wieder weg. Von Freitag Abend, den 21. Oktober bis Montag Abend, den 24. Oktober waren eine Gruppe von acht anderen Au Pairs aus Taranaki und ich in Taupo und auf der White Island. Der Grund warum wir den Montag auch frei hatten ist, dass es Labour Day war und von daher der Montag ein Feiertag ist.

Wie schon erwähnt ging es Freitags Abends nach Taupo. Das Hostel in dem wir waren war echt super schön, jeder hatte sein eigenes Bett, also alle nebeneinander, keine Hochbetten, und wir hatten eine Dusche und eine Toilette in unserem Zimmer. Was ein ungewohnter Luxus! Da es dann aber schon nach Mitternacht war sind wir alle relativ schnell ins Bett, um uns für den nächsten Tag auszuschlafen.
Samstag Morgen ging es dann nach dem Frühstück für einige von uns zu den Huka Falls, aber da ich ja bei denen schon war bei meinem ersten Roadtrip hier in Neuseeland bin ich mit ein paar Mädels in Taupo geblieben und wir sind einfach um den See gewandert. Später haben wir einen deutschen Pub gefunden und leckere Bretzeln gegessen, dazu gab’s im Hintergrund deutsche Schlager. Die Blicke als wir gesungen haben waren unbezahlbar.

Danach ging es zu der Fearless Sails Tour mit einem echten Segelschiff auf dem Lake Taupo. Mit der Sonne im Gesicht und einer leichten Brise sind wir über den See gesegelt, wurden etwas hin und her geschüttelt durch die Wellen und konnten als Highlight die Maori Rock Carvings bestaunen. Es war echt eine wunderschöne Tour und auf dem Rückweg gab es dann eine Limonade für jeden und wir konnten etwas dösen. Zurück am Hafen ging es dann für uns nach Tauranga, wo wir leider nicht ein ganz so tolles Zimmer hatten und wir alle kaum geschlafen haben.

Um sechs Uhr morgens sind wir Sonntags aufgestanden, um nach Whakatane zu fahren, wo unser Boot für die White Island wartete. White Island ist ein aktiver Vulkan an der Nordostküste Neuseelands und war mit dem Boot nach 1,5 Stunden erreicht. Die Bootsfahrt an sich war schon mega schön und wir konnten die Sonne richtig genießen. Mit Helmen und Gasmasken ging es auf ein Schlauchboot und letztendlich auf die Insel. Es ist atemberaubend, auf einem Vulkan zu stehen der jede Sekunde ausbrechen könnte. Während der Wanderung waren die Gase dann aber auch wortwörtlich atemraubend, weshalb wir mit Gasmasken weiter gelaufen sind und Bonbons gelutscht haben, um nicht zu husten. Es war so ein wunderschöner Tag und meiner Meinung nach ist White Island definitiv ein Must-Do in Neuseeland. Ich bin noch immer fasziniert, wenn ich daran zurückdenke. Die Erinnerung, direkt am Krater gestanden zu haben, bleibt für immer.

Nachmittags waren wir dann noch am Strand, bevor wir wieder nach Tauranga gefahren sind und zu Abend gegessen haben. Ziemlich erschöpft sind wir dann irgendwann ins Bett und haben Montags morgens erstmal bis neun Uhr gepennt, bevor wir gefrühstückt haben und dann weiter zum Mount Maunganui gefahren sind, um etwas zu wandern.

Auch wenn der Berg klein aussah, das Wandern zur Spitze war mega anstrengend, weshalb wir verschwitzt oben angekommen sind und dann erstmal die Aussicht genossen haben. Später sind wir runter an den Strand, wo wir eine coole Schaukel gefunden haben und relaxt haben. Danach gab es Real Fruit Ice Cream und dann war es auch schon Zeit, wieder Heim zu fahren nach Taranaki.

Ich hatte wirklich ein super schönes Wochenende und ich empfehle wirklich jedem, der in Neuseeland ist, die White Island Tour zu machen. Es lohnt sich wirklich sehr!

Liebe Grüße,

Eure Becca (:

Roadtrip # 8 – Waitomo & Whangamomona

Kia Ora meine Lieben,

Letztes Wochenende, vom 23. bis zum 25. September, bin ich mit Juliette und ihrer Gastfamilie nach Hamilton gefahren. Juliettes Gasteltern sind dort auf eine Verlobungsfeier gegangen, haben Juliette und mir aber angeboten, mitzukommen und dort ein paar Sachen zu erleben. Der Höhepunkt daran: Sie haben für Juliette und mich ein Auto gemietet! Ein wirklich großes und schönes Auto. Und wir haben in einem Motel geschlafen und es hat sich einfach so luxuriös im Vergleich zu den Hostels angefühlt – Dicke Decken, Zimmerservice, eigene Küche und Bad, kostenloser Kaffee, Tee und Kakao.. einfach zu cool. Juliette und ich waren echt geflasht.

Juliette ist übrigens aus Frankreich und lebt nicht weit von mir hier in Patea. Leider fliegt sie bald Heim und ich werde Mainly Music und Playgroup mit ihr vermissen! ;( jetzt aber mal zum Roadtrip an sich…!

Freitags Morgens, nachdem ich mich vorher noch um die Jungs gekümmert habe, ging es los für uns. Juliette hat mich mit dem schicken Auto abgeholt und auf ging es. Die Fahrt war angenehm und wir haben fast die ganze Zeit nur geredet und gelacht. Wir haben uns wie immer echt super gut verstanden. Nach einer kleinen Pause sind wir dann in Hamilton angekommen und hatten das wunderschöne Zimmer nur für uns – Wie schön! Nach etwas Shopping in der Stadt, natürlich haben wir uns einen Donut bei Dunkin‘ Donuts geholt, ging es dann wieder zurück ins Hotel und später ins Bett.

Samstags sind wir nach einem kleinen Frühstück nach Waitomo gefahren, was circa eine Stunde von Hamilton entfernt liegt. Wir haben super lecker zu Mittag gegessen, es gab Pizza, und sind dann zu dem Treffpunkt gefahren. Wir haben uns angemeldet und wurden dann mit einer australischen Familie zum Umziehen gebracht – Neoprenanzüge statt gemütliche Jogginghose.

Warum das alles? Für die, die noch nie davon gehört haben: Die Waitomo Caves sind bekannt für ihre Glowworms, die dort in den Höhlen vorkommen. Diese Glowworms gibt es auf der ganzen Welt nur in Australien und Neuseeland. Der Grund für die Neoprenanzüge ist aber, dass die Glühwürmchen immer über Wasser lauern, an den Decken der Tropfsteinhöhlen, denn Moskitos, ihre Nahrung, sind ebenfalls gerne in Wassernähe. Die Glowworms leuchten bläulich, was die Moskitos anlockt. Sie bleiben in den Netzen der Glowworms hängen und werden dann gegessen.

Nachdem wir umgezogen waren ging es dann mit dem Shuttle zu der Höhle und einen kurzen Fußweg später waren wir dann mit unseren Wasserreifen am Höhleneingang eingekommen. Die Tour an sich war mega cool, nur das Wasser total kalt – Nur 7 Grad Celsius! Die Glowworms waren dennoch wunderschön anzusehen, während wir in den Reifen lagen und uns voran treiben ließen. Das Highlight war aber, dass man sich rückwärts von einem kleinen Wasserfall fallen lassen musste und eine Rutsche rutschen konnte! Das hat Spaß gemacht!

Nach einer heißen Dusche ging es dann wieder auf den Weg nach Hause, aber nicht ohne ein Eis. An einem Obst und Gemüseladen gab es Eiscreme mit echten Früchten – Und das meinten sie ernst! Vor unseren Augen wurden die Beeren und Vanilleeis zusammengemixt und in unsere Waffel gegeben. Wow, das war verdammt gutes Eis! Gerne wieder! Abends gab es dann Pasta mit Pesto bevor wir müde ins Bett gefallen sind.

 

Sonntags sind Juliette und ich zeitig aufgestanden, weil unser Programmpunkt, die Rückfahrt, diesmal länger sein würde.. wir sind nämlich den „Forgotten World Highway“ zurück gefahren. Und dieser Highway trägt zurecht den Namen „vergessen“, denn nachdem wir ihn gefahren sind kann man definitiv nachvollziehen, warum man lieber die anderen Highways nimmt…
Die Straße, die den Forgotten World Highway darstellt, ist nicht nur eng sondern auch verdammt kurvig. So kurvig, dass man teils nur 15km/h fahren durfte. Nicht, dass Juliette oder mir schnell schlecht wird, aber das war echt nach einer Weile zu viel, weshalb wir ein paar Mal angehalten haben um Luft zu schnappen. Andere Male mussten wir jedoch anhalten, weil Ziegen, Schweine oder Truthähne über die Straße gelaufen sind, einfach so aus dem Busch heraus. 12 Kilometer der Strecke war sogar nur Schotterweg, statt Asphalt.

Nach circa vier Stunden haben wir es dann aber nach Whangamomona geschafft, einer Republik in Neuseeland, sozusagen ein eigenes kleines Land mit 30 Einwohnern. Wobei das wohl eher nicht so ernst sein wird, denn der Bürgermeister ist eine Ziege. Und nein, ich meine damit nicht, dass das Verhalten des Bürgermeisters einer Ziege würdig ist, sondern dass der Bürgermeister ein Tier ist, eine Ziege eben. Wir haben uns einen Stempel in unseren Reisepass geben lassen und sind dann nach Hause gefahren. Nach so einer langen Fahrt, die bestimmt am Ende sieben Stunden gedauert hat, war ich dann aber auch endlich froh zu Hause zu sein.

Das Wochenende war einfach mega schön und die Erinnerungen mit Juliette werde ich bestimmt nie vergessen.

Bis zum nächsten Roadtrip,

Eure Becca 🙂