Roadtrip #2 – Whanganui und Kai Iwi Beach

Kia Ora meine lieben Leser!

Etwas Zeit ist seit meinem letzten Roadtrip vergangen, größtenteils weil meine Gastfamilie im Moment sehr viel Arbeit hat und ich versuche so viel wie möglich zu helfen, aber einen Tag, den Sonntag, habe ich mir dann heute doch gegönnt um mit Helen und Annika einen kleinen Tagesausflug zu machen.

Als Erstes sind wir nach Whanganui gefahren, was etwa eine Stunde mit dem Auto von hier entfernt liegt. Die Fahrt war relativ lustig, da wir uns am Samstagabend mit ein Paar coolen CD’s eingedeckt haben – Hits von 2007 bis 2011. Dort angekommen sind wir erstmal an einem kleinen Park gehalten, an dem ein kleiner See liegt, der Virginia Lake. Wir sind einfach ein Bisschen um den See gelaufen, der bei dem Sonnenschein echt schön aussah. Der Schein hat uns jedoch etwas getrügt, denn es war extrem windig und dadurch mega kalt. Aber dadurch haben wir uns nicht abschrecken lassen.

Unser nächster Punkt auf der Liste war die Durie Hill Tower, wo man eine gute Aussicht auf Whanganui haben soll. Um dorthin zu gelangen mussten wir durch einen langen, weißen, etwas gruseligen Tunnel zu einem alten Aufzug laufen und hoch fahren. Danach war Sport angesagt – 176 Stufen bis zur Turmspitze. Oben angekommen, völlig aus der Puste, hat der Wind uns sofort ergriffen und so stark verweht, dass wir kaum Fotos gemacht haben und schnell wieder runter sind, um nicht zu erfrieren.

Danach haben wir uns ein kleines Eis geholt und sind zu einem Strand gefahren, oder eher geirrt. Ich habe leider keine Ahnung wie der Strand heißt, aber er lag auf jeden Fall am Stadtrand von Whanganui. Besonders schön an den Stränden hier im Südwesten von der Nordinsel ist, dass der Sand schwarz ist. Lange haben wir es auch da leider nicht ausgehalten, da der Wind uns den Sand geradezu ins Gesicht geblasen hat. Aber hey, kostenloses Peeling, wenn man es so sieht.

 

Es war schon etwas späterer Nachmittag, als wir dann Whanganui verlassen haben und uns auf den Rückweg gemacht haben. Ein Schild hatte uns jedoch in seinen Bann gezogen. „Kai Iwi Beach, 6 km“. Sollten wir es wagen? Ja, was soll schon passieren. Aber jetzt im Nachhinein – Beste Entscheidung die wir hier getroffen haben. Der Stand mit seinen atemberaubenden Klippen und dem wunderschön glänzenden Wasser, diese Zusammenspiel von den Farben… Einfach wow, unbeschreiblich. Definitiv ein Strand, den wir öfters besuchen werden.

 

Nach dem Strandbesuch waren wir einfach nur noch hundemüde und sind wirklich, mitten durch die Pampa und ohne Empfang, nach Hause gefahren. Das letzte Spektakel war dann aber hier bei mir zu Hause, direkt vor der Tür – Ein strahlender Regenbogen. Und das Ende des Regenbogens war direkt auf unserem Feld! Und gerade als wir reingehen wollten, ist noch ein zweiter Regenbogen aufgetaucht, das war einfach so schön.

 

Das war es dann auch schon wieder von mir mit den neusten Informationen. Anders, als nur von dem Roadtrip zu berichten, kann ich noch sagen, dass ich mich hier wirklich sehr sehr gut eingelebt habe. Meine Gastfamilie, und vor allem die Jungs, sind alle super lieb und haben es mir in den ersten Tagen echt einfach gemacht, sich an alles zu gewöhnen. Jetzt hat für mich auch der richtige Arbeitsalltag hier begonnen, aber auch das frühe Aufstehen nehme ich gerne in Kauf. Ich kann mich echt glücklich schätzen, eine so tolle Gastfamilie gefunden zu haben.

 

Bis zum nächsten Beitrag,

Eure Becca (:

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Roadtrip #1 – Taupo

Kia Ora, liebe Leser!

Nachdem mein Beitrag über meine Ankunft in Neuseeland so gut angekommen ist, melde ich mich natürlich sofort wieder, um euch über Neuigkeiten zu informieren.

Dieses Wochenende ging es für mich und vier andere Mädchen aus Taranaki, darunter eine Schwedin, der Rest Deutsche, nach Taupo. Es war mein erster Roadtrip überhaupt und es gab ne Menge zu lernen und zu erfahren, aber am Wichtigsten war es, dass es sehr viele schöne Dinge und Sehenswürdigkeiten gab.

Freitagsabends ging es für uns, nach einigen Komplikationen mit dem Auto, los nach Taupo. Bis ich abgeholt wurde kannte ich noch kein einziges der Mädchen, aber auf der vierstündigen Autofahrt lernte man sich kennen. Vor allem mit zwei Mädchen, Helen und Annika, die erst letzte Woche angekommen sind, verstand ich mich blendend. Im Hostel angekommen, es war 23 Uhr Abends, kam dann jedoch der erste Schock – Ein fremder Mann war mit uns auf einem Zimmer. Oh well, Hallo Leben eines Backpackers. Umziehen im Zimmer war dann halt nicht drin. Die Nacht war dann aber ganz ruhig, wenn auch kurz – Um 8 Uhr morgens sind wir aus den Federn gehüpft und unsere Dreiergruppe ist ab nach Taupo zum Frühstücken gegangen.

 

Gestärkt und gesättigt ging es dann mit den zwei anderen Mädchen zu den Huka Falls. Diese Wasserfälle sind einfach atemberaubend schön mit ihrem blauen Wasser. Natürlich haben wir einige Selfies gemacht mit meinem Selfiestick und noch mehr Bilder von der wunderschönen Aussicht.

 

Danach ging es ein Paar hundert Meter weiter zu den Craters of the Moon. Diese Krater sind durch vorherige Vulkanausbrüche entsanden und blubbern und rauchen noch heute vor sich hin. Und mit rauchen meine ich, sie stinken bestialich nach Schwefel. Eine Stunde dauerte es, den Weg zu wandern, aber an den Geruch konnte ich mich beim besten Willen nicht gewöhnen. Großer Vorteil war jedoch, dass meine bislang verstopfte Nase endlich frei war. Und die Aussicht war es definitiv auch wert.

 

Nach den zwei Attraktionen hat sich unser Weg wieder von den zwei anderen Mädchen getrennt. Helen, Annika und ich haben ein Bisschen Taupo erkundet, den besten Burger der Stadt gegessen und waren Abends, als es schon dunkel war, bei einem Lichterfest mitten im Stadtpark. Die Lichterfiguren waren einfach zu schön um keine Bilder davon zu machen und wer mich kennt weiß auch ganz gut, dass das dann auch oft sehr lustige Bilder werden. Der letzte Punkt des Tages war dann nur noch das Abendessen, was, mal wieder fettig, eine Pizza war. Jeder von uns hat jedoch nur eine Hälfte seiner Pizza gegessen, die andere Hälfte haben wir einfach mitgenommen. Danach haben wir nur noch im Hostel gechillt und sind zu Bett gegangen.

Am nächsten Morgen, Sonntag, ging es wieder um 8 Uhr raus, aber diesmal sind wir zum Frühstücken nicht rausgegangen sondern haben und Brote mit Käse im Hostel geschmiert. Direkt nach dem Frühstück haben wir dann dann das Hostel verlassen und sind zum Wai-o-Tapu Geothermal Wonderland gefahren, was sogar ein Punkt auf meiner Must-See, Must-Do Seite ist. Um 10:15 Uhr war dort erstmal die Geysier-Show, jedoch ging dieser nicht von selbst hoch, sondern Mithilfe von Waschpulver, also etwas gemogelt. Cool war es trotzdem! Der Park an sich, auch ein Vulkangelände, war sehr schön, wenn auch manchmal etwas anstrengend zu bewandern. 90 Minuten dauerte die Wanderung durch den kompletten Park und unsere Gruppe war nassgeschwitzt, als wir zurückkehrten. Es war auf jeden Fall sehr schön, dieses Naturwunder mal gesehen zu haben, aber der Gestank dort war noch schlimmer als der bei den Craters of the Moon, weil es in Wai-o-Tapu einfach intensiver war.

Das war dann auch unsere letzte Sehenswürdigkeit auf dem doch so langen Wochenende. Danach sind wir einfach nur noch nach Hause gefahren und ich habe erstmal gepennt, nachdem wir die Pizza vom Vorabend zu Mittag gegessen haben. Jetzt liege ich in meinem warmen Bett und freue mich auf ein Paar Stunden schlaf.

Ich melde mich wieder bei euch, sobald es was Neues gibt.

Eure Becca (:

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Arrived! :) <3

Kia Ora meine Lieben!

Ich bin mittlerweile seit einer Woche in Neuseeland und habe schon einiges gesehen und viel gemacht – Aber keine Zeit gehabt, hier was zu schreiben.

Am 27.6. ging es los, Montagmittags um 13:45 Uhr. Der Abschied viel mir echt mega schwer, aber im Flieger war dann alles vergessen – Es ging los.

Mit einer Gruppe von insgesamt 14 Leuten saßen wir am Gate, um auf unser Boarding zu warten. Alle waren ein bisschen in sich gekehrt, aber nachdem eine von uns das Wort ergriff konnten wir gar nicht mehr aufhören zu schwatzen.

Der Flug von Frankfurt nach Aucklandd war relativ angenehm. Nur das Essen bei Cathay Pacific – NUR ASIATISCH – bekam mir überhaupt nicht gut. Um mich abzulenken habe ich dann aber gleich „Die 5. Welle“, „Zoomania“, „San Andreas“ und die „Minions“ geguckt. Ja, ja, ich weiß, ne Menge Filme, aber bei 11 Stunden Flug…. Was erwartet man da? Natürlich habe ich auch mein Abschiedsbuch gelesen und einige Tränen bei den süßen Erinnerungen verdrückt.

Dann war es endlich soweit – Wir landeten in Hongkong. Mein erster Eindruck? Eine drückende Hitze, um 7 Uhr morgens Ortszeit. Zudem noch mega schwül. Als Erstes haben eine kleinere Gruppe von sechs Leuten und ich unser Handgepäck abgegeben, bevor wir uns mit dem Zug nach Hongkong City begeben haben. Wow, was eine Stadt. Hochhäuser, das Meer, ganz viele Autos und viele Menschen. Nachdem wir etwas herumgeirrt sind und an sehr unfreundliche Passanten geraten sind, die uns nur dürftige Auskunft über Sehenswürdigkeiten geben konnten, haben wir uns in einen Linienbus gesetzt, der innerhalb von 45 Minuten auf einen Aussichtspunkt über Hongkong hochfährt. Leider hatte ich durch das Flugzeugessen schreckliche Bauchschmerzen, weshalb ich es in Kombination mit der Hitze nicht wirklich genießen konnte. Alle anderen aus unserer Gruppe sind auch halbwegs eingeschlafen, weshalb wir nach ein paar Fotos wieder Richtung Flughafen gefahren sind. Puuh, vier Stunden Hongkong waren echt lang mit Zeitverschiebung!!

Mein Highlight waren die restlichen zehn Stunden in Hongkong!

Schon eine Woche vor dem Flug haben sich einige aus unserer Gruppe einen Gutschein für die Plaza Premium Lounge in Hongkong geholt. Es gab Essen, Trinken, so viel man will, W-Lan und gemütliche Stühle zum Schlafen…. Und eine heiße Dusche. Das alles für nur 40 Euro! Das hat sich ja mal sowas von gelohnt! Völlig entspannt konnten wir deshalb in den Flieger nach Auckland steigen.

Der zweite Flug war, naja, wie soll ich es sagen, etwas turbulenter. Es war eine ziemlich alte Maschine und man konnte die Sitze nicht zurück lehnen – Also kein Schlaf für mich. Irgendwann auf dem Flug war dann auch mein Geburtstag, aber ich war so übermüdet, dass ich das nicht wirklich gefeiert habe. Von den 11 Stunden Flug waren ungelogen 9 Stunden dunkel im Flieger. Selbst als die Sonne über Australien schien – Nope, wenn der Steward sagt dunkel, bleibt es dunkel!!!!

Die Landung war SEHR turbulent. Wir sind durch viele Wolken geflogen, auch durch Luftlöcher, was hieß, dass das Flugzeug einfach mal ein paar hundert Meter abgesackt ist. Manche Leute haben geschrien, was ich so lustig fand, dass ich nur laut lachen konnte. Tat mir irgendwie ein bisschen Leid. Und wie das so ist mit empfindlichen Mägen – Viele Leute im Fliger mussten sich übergeben. Auf dem Gang. Direkt vor uns. Wo wir lang müssen, um den Flieger zu verlassen. Bäh..

Endlich aus dem Flieger raus haben wir unsere Koffer geholt und sind raus, um unseren Shuttlebus zu finden – Aber wir haben ihn um ein paar Sekunden (Nope, ich übertreibe nicht, er ist vor uns weggefahren) verpasst. Also 30 Minuten warten im 12 Grad warmen (haha) und regnerischen Auckland. Endlich im Hotel angekommen sind wir dann alle schnell auf unsere Zimmer und dann zur ersten Orientation. Ein Glück war diese nur kurz, weshalb wir vor und nach dem Abendessen nur auf unseren Zimmern waren.

Die nächsten zwei Tage, Donnerstag und Freitag, begannen früh. Die Orientations an sich waren sehr sinnvoll, aber langwierig, vor allem mit Jetlag. Erste Hilfe am Kind und theoretische Fahrstunden machen aber durchaus viel Sinn, da man einige Sachen eben nicht weiß. Leider war ich so müde, dass ich mich nicht wirklich an alles erinnern kann.

Mein Highlight war die Auckland City Tour. Wir haben ne Menge gesehen, vom Mount Eden bis zum Skytower. Obwohl Auckland schön ist bin ich jetzt aber im Nachhinein doch froh, nicht in der City zu wohnen. Dazu aber später mehr.

Freitag Mittags ging es dann zu den Gastfamilien – Wie aufregend! Während fast alle in Auckland blieben, sind wenige von uns nochmal zum Flughafen und in einen kleinen Flieger, um nach New Plymouth zu fliegen. Könnt ihr das glauben, es gab vor dem Flug keinerlei Sicherheitschecks!!! Gar nichts! Ich konnte alles was ich wollte mit in den Flieger nehmen – Unvorstellbar. Kleine Randbemerkung: In Neuseeland tragen die Polizisten keine Waffen. Sollten welche gebraucht werden, gibt es Sondereinheiten.

Es war schon dunkel, als ich um 18:35 Uhr in New Plymouth gelandet bin – Aber schon beim Aussteigen konnte ich meine zwei kleinen Jungs Wes und Quentin erkennen, wie sie an der Scheibe klebten und warteten – Wie niedlich! Der Empfang war echt großartig. Die Jungs haben mich sofort überfallen und auch Nick und Conna waren extrem lieb. Ich habe mich sofort wohl gefühlt.

Da Quentin am Wochenende Geburtstag hatte, sind wir die erste Nacht in New Plymouth geblieben um dort zu feiern. Auch ich habe einen Kuchen bekommen, nachträglich zu meinem Geburtstag – Pavlova, eine neuseeländische Spezialität. Lecker!

Dann war es endlich Zeit Patea zu sehen und richtig anzukommen. Ich muss schon sagen, das Farmleben hat Charme. Mir gefällt es total gut. Nan und Granddad leben nur ein Paar hundert Meter von uns und haben mich ebenfalls mit offenen Armen empfangen. In meinen ersten Tagen habe ich so viel gemacht und so viele nette Menschen getroffen – Ob nun im Kindergarten, der Playgroup oder Mainly Music, überall wurde ich gut aufgenommen und sofort eingebunden. Einfach Klasse! Auch Quad fahren war ich schon, und golfen und am Strand – Es gibt so viel zu sehen und zu tun.

Jetzt ist die erste Woche bei meiner Gastfamilie schon rum, das ging echt verdammt schnell. Ich bin froh, dass die Jungs mich so gut aufgenommen haben und jetzt schon unheimlich gerne mit mir kuscheln. Das war wohl meine größte Angst, die sich als unbegründet herausgestellt hat. Leider sind die Jungs und ich krank, haben eine hartnäckige Erkältung, aber ich habe das ganze Wochenende frei, um mich auszukurieren.

Ich melde mich bald wieder mit einem neuen Zwischenbericht und hoffe, dass ihr weiterhin schön fleißig lest. Natürlich folgen die Bilder meiner aufregenden zwei Wochen jetzt im Anhang!

Eure Becca (: