South Island Vacation ~ Zweite Woche

Kia Ora meine Lieben,

Hier ist noch die zweite Woche meines Urlaubs für euch! Schaut euch auch die erste Woche an, damit ihr den vollen Einblick bekommt! Weiter geht’s :b
Montag, 2. Januar 2017 ~ Milford Sound

Milford Sound.. wow, was ein wunderschöner Ort! Die Fjorde waren so schön und es war einfach unbeschreiblich dort. Noch nie habe ich so hohe Berge direkt im Meer gesehen. Einfach atemberaubend. Wir hatten eine wunderschöne Boot Tour und haben einen wundervollen Einblick bekommen von Wasserfällen bis hinzu Seerobben. Aber schaut selbst (;

Dienstag, 3. Januar 2017 ~ Fahrt nach Invercargill

Die Strecke von Milford nach Invercargill braucht einiges an Zeit, weshalb es an diesem Tag nicht besonders viel zu erzählen gibt. Invercargill haben wir uns nicht wirklich angeschaut sondern sind todmüde früh Abends auf unseren Zimmern, endlich in einem warmen Bett, eingeschlafen.

Mittwoch, 4. Januar 2017 ~ The Catlins

Um nach Dunedin zu fahren haben wir uns für den langen Weg über die Catlins zu fahren. Wir haben inklusive Stopps zum Wandern neun Stunden gebraucht, aber was wir an dem Tag gesehen haben war es definitiv wert. Wir sind zum Bluff gefahren, einer der südlichsten Punkte der Südinsel, waren am Otara Lighthouse, haben am Curio Bay gestoppt, wo wir riesige Wellen gesehen haben, haben an Wasserfällen und dem Nugget Point gehalten. Das war wirklich unbeschreiblich schön und definitiv einer meiner Favoriten aus diesem Urlaub.

Donnerstag, 5. Januar 2017 ~ Dunedin

Hmm.. ein leckerer Start in den Tag in der Cadbury Chocolate Factory. Deren heiße Schokolade war echt ein Traum und das Chocolate Outlet hatte tolle Preise für alle Produkte. Aber um die Schokolade abzutrainieren sind wir danach die Baldwin Street hochgelaufen – Die steilste Straße der Welt. Das war lustig da oben und echt bemerkenswert. Danach sind wir Richtung Christchurch gefahren und haben auf dem Weg bei dem Moeraki Boulders gestoppt, das sind Gesteinsblasen am Strand, und in Oamaru am Hafen. In Christchurch angekommen war es dann auch schon Abends, weshalb wir relativ schnell, und für Alicia mit Sonnenbrand, ins Bett sind.

Freitag, 6. Januar 2017 ~ Fahrt nach Kaikoura

Morgens sind wir nach Kakoura gefahren, den Ort, der im November 2014 von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde und das konnte man den Straßen deutlich ansehen. Viele eingestürzte Brücken und Risse in den Straßen. Das war echt interessant und gruselig wie stark die Naturgewalten sind. In Kaikoura selbst hatten wir ein Achterzimmer nur für uns Zwei und einen Pool und Whirlpool. Das war echt schön da mal wieder zu entspannen.
Samstag, 7. Januar 2017 ~ Kaikoura Dolphin Encounter

Das war definitiv einer meiner Lieblingserlebnisse – Wir sind mit hunderten von Delfinen im offenen Meer geschwommen! Das war so toll und die sind so nah an uns ran geschwommen! Während wir mit hohem Wellengang geschwommen sind sollten wir singen, da die Delfine Geräusche mögen und sie kamen tatsächlich näher. Die Babydelfine waren so süß! Wir hatten auch eine Go-Pro, aber leider kann ich die Videos für euch hier nicht hochladen..
Am selben Abend ging es dann wieder zurück nach Christchurch um den Mietwagen abzugeben.

Sonntag, 8. Januar 2017 ~ Zurück nach Taranaki

Morgens um 8:40 Uhr ging mein Flug zurück nach Taranaki. Es war ein wunderschöner Urlaub, den ich auf der Südinsel verbracht habe, aber ich habe mich trotzdem auf „Zuhause“ gefreut. Ich bin halt doch ein Taranaki-Girl :b

Liebe Grüße,

Eure Becca!!

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South Island Vacation ~ Erste Woche

Kia Ora meine Lieben,

Heute melde ich mich wieder mit vielen spannenden Erlebnissen, denn ich war ab dem 26. Dezember bis zum 8. Januar auf der Südinsel Neuseelands im Urlaub. Mein erster Monat in sechs Monaten! Das heißt allerdings aber auch, dass ich in weniger als sechs Monaten wieder zurück komme..
Jetzt aber erstmal zu meinen Erlebnissen!
(Tut mir Leid dass der Artikel so spät kommt, aber ich habe mein Passwort vergessen gehabt..)

Montag, 26. Dezember 2016 ~ Christchurch

Am Boxing Day bin ich vormittags von New Plymouth nach Christchurch geflogen, um dort meine Freundin Alicia zu treffen, mit der ich den Roadtrip durch die Südinsel geplant habe. Ich hatte einen angenehmen Flug und eine wundervolle Sicht auf den Mount Taranaki aus dem Flieger heraus. In Christchurch gelandet haben Alicia und ich erstmal unser Mietauto abgeholt – Einen kleinen aber kompakten Nissan Tiida. Nachdem wir uns eingedeckt haben mit Lebensmitteln sind wir zum Hostel gefahren und haben erstmal unsere Route für die nächsten zwei Wochen besprochen, bevor wir in die Innenstadt nach Christchurch gelaufen sind. Wir haben uns die Kirche angeschaut, die nach dem schweren Erdbeben im Jahre 2011 halb eingestürzt ist und ein leckeres Abendessen bei Burgerfuel gehabt. Ziemlich erschöpft sind wir dann Abends ins Bett gefallen.

Dienstag, 27. Dezember 2016 ~ Timaru

Morgens ging es für uns erstmal nach Timaru zu einem Zeltplatz. Das Wetter dort war wunderschön, wenn auch sehr windig. Am Strand war an dem Tag sowas wie eine Kerb aufgebaut die wir besucht haben und uns dann auch noch bei der Hitze ein Eis gegönnt haben. Die Sonne wollten wir auch nutzen um zum Strand zu gehen, aber irgendwie sind wir am Ende der Welt an einem verlassenen Steinstrand gelandet und mir sind natürlich genau da sie Flipflops kaputt gegangen, also durfte ich die fast drei Kilometer barfuß über die Kieselsteine laufen. Nach dem Abendessen sind wir dann nochmal an den Pier gefahren, weil man dort nach Sonnenuntergang Pinguine sehen kann – Und wir wurden nicht enttäuscht. Es war richtig süß wie sie vor sich hingewatschelt sind zu ihren Kindern, während wir durch den Wind und ohne die Wärme der Sonne gefroren haben. Das war echt ein schöner Tag.

Mittwoch, 28. Dezember 2016 ~ Lake Tekapo

Lake Tekapo – Ein malerischer See im Herzen der Südinsel. Wow, es war so schön da – und so heiß tagsüber. Als wir angekommen sind, sind wir auf den Mount John hoch gewandert und haben die Aussicht genossen die sich uns geboten hat. Zudem haben wir eine Tour durch das Observatorium gemacht, was sehr interessant war. Das Lake Tekapo Observatory ist weltbekannt! Am Abend wurde es dann jedoch kalt und wir haben bei 5 Grad gezeltet. Brrr, das war echt krass. Und leider war es wolkig, also konnten wir die Sterne an dem Abend leider nicht sehen.

Donnerstag, 29. Dezember 2016 ~ Lake Tekapo

Wir hatten noch einen zweiten Tag am Lake Tekapo und wir haben uns entschieden in die Hot Pools direkt neben unserem Campingplatz zu gehen. Es gab drei Temperaturen und es war echt angenehm einen Tag mal so entspannt verbringen zu können. Abends konnten wir dann auch endlich die Sterne beobachten. Und wow, sowas hatte ich noch nie gesehen. So viele Sterne, eine perfekte Sicht auf die Milchstraße und man konnte sogar die Satelliten sehen, die sich über uns bewegt haben. Und Sternschnuppen gab es auch viele – Aber meine Wünsche bleiben geheim.

Freitag, 30. Dezember 2016 ~ Mount Cook

Morgens sind wir Richtung Mount Cook gefahren, einem 3724 Meter hohem Berg. Wow, das war majestätisch! Vorher haben wir am Lake Pukaki gestoppt, der türkisblaues Wasser hat, wie Lake Tekapo, durch das Gletscherwasser. Am Mount Cook sind wir den Hooker Valley Track gewandert, wo man am Ende Eisberge sehen kann. Auch den Tasman Gletscher haben wir besucht.. und das gesehen was noch übrig war. Es war ein wirklich schöner Tag und wir konnten nachts wieder die Sterne beobachten.

Samstag, 31. Dezember 2016 ~ Wanaka

Für Silvester sind wir nach Wanaka gefahren, was am gleichnamigen Lake Wanaka liegt. Wir haben uns den legendären Wanaka Tree angeschaut, einem Baum der im Wasser wächst und haben das weltbeste Eis in der Patagonia gegessen, das war lecker! Abends ging es dann an die Lakefront, weil dort ein paar Bands für Silvester aufgetreten sind. Alles in Allem war es ein guter Start ins neue Jahr.. und auch an euch – Happy New Year 2017!

Sonntag, 1. Januar 2017 ~ Queenstown und Milford Sound

Nachdem wir uns ausgiebig ausgeschlafen haben ging es für uns nach Queenstown, weil wir die World’s Biggest Swing gebucht haben – Jedoch wurde das gecancelt, weil das Wetter nicht gut genug war. Stattdessen haben wir den besten Burger der Welt bei Fergburger gegessen. Ich hatte den Southern Swine, also mit Bacon, und ich muss sagen.. Wow. Dieser Burger war gut, aber riesig. Ich konnte ihn gerade so essen, weil er so groß war, aber das war die Stunde anstehen wert. Danach ging es weiter nach Milford Sound, wo wir die Nacht geschlafen haben.. in einer für mich schrecklichen Unterkunft. Es gab keine Heizung, das Bettzeug war nicht gewaschen und es gab nur drei Stunden am Tag Strom.. Achja, und Netz oder W-Lan gab es auch nicht. Meine Laune war am Tiefpunkt, mir war kalt und ich wollte nur noch in ein warmes, sauberes Bett. Obendrauf wurden wir auch noch von Sandmücken zerstochen. Aber für das was wir am nächsten Tag gesehen haben war es das alles definitiv wert :p

Roadtrip #11 ~ Tongariro Alpine Crossing

Kia Ora meine lieben Leser,

Ich habe es geschafft! Ich habe gestern, am 17. Dezember 2016, mit ein paar anderen Au Pair das Tongariro Alpine Crossing gemacht, eine 19,4 Kilometer lange Wanderung, dir nicht nur auf den 1900 Meter hohen Red Crater Mt Tongariro hoch geht, sondern auch den ganzen steilen Weg wieder runter. Ihr könnt gar nicht glauben wie sich meine Beine angefühlt haben als wir endlich wieder im Auto saßen nach so einem Tag!

Freitags Abends ging es für uns los, ich wurde von Marie und Judith abgeholt und zusammen sind wir dann nach Erua in ein Hostel gefahren. Nach der erlebnisreichen Autofahrt, uns sind zwei Hasen vor das Auto gesprungen und wir hatten einen Felsrutsch mit riesigen Brocken vor uns auf der Straße, waren wir dann froh endlich in unserem Vierbettzimmer schlafen zu können.

Samstagmorgens ging es dann früh raus, um uns für das Crossing fertig zu machen. Ein kleines Frühstück gab es auch noch, bevor wir uns auf den Weg zum Start gemacht haben. Mit einer Gruppe von anderen Au Pairs aus Auckland ging es dann los bei 0 Kilometern und wir haben uns geschworen nach jedem Kilometer ein Foto zu machen… aber… Erstens, erspare ich euch die schrecklichen Bilder die dabei entstanden sind und Zweitens, bei ungefähr 13 Kilometern hatte keiner mehr Bock ein Foto mit dem Schild zu machen.

Das erste Bisschen war nicht sonderlich schwer, wir hatten beste Sicht auf den Mount Ngauruhoe und haben einfach das tolle Wetter genossen. Kaum eine Wolke und viel Sonnenschein – Die Konditionen waren einfach perfekt. Noch im Flachland sind wir zu einem Wasserfall gekommen und haben uns dort erstmal gestärkt für den ersten schweren Teil des Tages – Die Treppen nach oben auf den Berg. Und ja, es waren hunderte von Treppenstufen in der Hitze. Nach ein paar Pausen um zu trinken kamen wir dann auf einem kleinen Plateau an, wo man entweder das Crossing zum Mount Tongariro fortsetzen konnte oder hoch auf den Mount Ngauruhoe klettern konnte. Ohne Diskussionen haben wir uns alle einstimmig dazu entschieden, lieber das Crossing fortzusetzen, denn der schwierigste Teil stand uns noch bevor.

Der letzte Teil der zum Mount Tongariro hoch führt war anstrengend. Diesmal gab es keine Treppen, aber auch keinen festen Weg. An manchen Teilen musste man halb klettern, um auf dem Dreck-Sand-Gemisch nicht auszurutschen. Da ich als Einzige schonmal hoch wollte um es hinter mir zu haben, kam ich oben fast dreißig Minuten vor den anderen an und konnte die atemberaubende Aussicht genießen. Wow – Der Red Crater und die Lakes, wie schön! Ich habe unzählige Fotos gemacht, bevor ich mich mit den anderen Mädels wieder nach unten begeben habe, weil. Nur so am Rande, ganz oben auf dem Berg waren nur 9 Kilometer von 19,4 Kilometern geschafft…

Der steile Weg runter zu den Lakes war ebenfalls anstrengend. Viele sind gefallen und den ganzen Berg runter gerutscht weil der Boden kaum Halt gegeben hat. Die Lakes waren dafür mit dem türkisblauen Wasser umso schöner! Der große See war auch schön und wir haben dort eine längere Pause gemacht, um uns zu sonnen und auszuruhen. Von da an ging es dann auf einem ewig langen Weg nur noch bergab. 9 Kilometer nur noch den Berg runter laufen, das geht mächtig auf die Knie. Teilweise konnten wir nicht glauben, dass wir „nur“ 14 Kilometer gelaufen sind und 5,4 Kilometer noch vor uns haben!

Durch die Erschöpfung und mit dem Wissen, dass es noch ewig weiter geht, ist die Stimmung etwas gesunken und wir waren alle etwas ruhiger. Gemotzt wurde auch hin und wieder, wenn der Pfad uns bergab geführt hat, nur um uns dann wieder Treppen hoch laufen zu lassen. Am Ende haben wir es dann doch geschafft und haben uns überglücklich auf die Sitze fallen lassen. Was ein Tag!

Unsere Muskeln haben danach natürlich rebelliert. Knie, Waden, Oberschenkel und auch der Po – Alles tat mächtig weh durch die Erschöpfung. Todmüde sind wir dann Heim gefahren und heute hab ich erstmal richtig schön ausgeschlafen. Kaum zu glauben, dass ich sogar ohne großen Muskelkater aufgewacht bin! Schauen wir mal, wann es mich wieder einholt :b

Nach Weihnachten, am 26. Dezember, geht es dann für mich zwei Wochen in den Urlaub auf die Südinsel und ich gebe mein Bestes euch regelmäßig ein Update zu liefern!

Bis dahin, Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Eure Becca (:

Roadtrip #10 ~ Hobbiton

Kia Ora meine Lieben,

Am 12. November 2016 war ich mit ein paar anderen Mädchen aus Taranaki und Waikato in Hobbiton zum Au Pair Link Outing. Wir haben eine Tour durch das weltberühmte Filmset von den Filmen „Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“ gemacht und es war echt toll das alles mal live sehen zu können und wie viel Arbeit eigentlich in so einem Film steckt.

Dort habe ich auch Alicia wieder getroffen, meine Freundin von den Orientation Days, mit der ich nächsten Monat in den Urlaub auf die Südinsel fahre. Es war schön sie wiederzusehen und ich habe die ganze Tour mit ihr verbracht. Vom Wetter her war von warm und sonnig bis zu Regen und kaltem Wind alles dabei, aber es war dennoch sehr schön und informativ. Alles sieht noch so aus wie man es aus den Filmen kennt und manche Details sind echt atemberaubend.

Für mich war es definitiv das Geld wert, jedoch würde ich es nicht nochmal machen. Es war eine schöne Erfahrung, aber ein Mal hat auch gereicht dafür. Zum Abschluss haben wir noch ein Ginger Beer getrunken und uns etwas mit den anderen Au Pairs ausgetauscht. Mit ein paar anderen Mädels aus Taranaki ging es noch am selben Tag wieder nach Hause, jedoch haben wir kurz an den Blue Springs gestoppt, wo wir den kleinen Fluss gesehen haben, dessen Wasser türkisblau ist! Es war ein schöner Tagesausflug.

Ich melde mich hoffentlich bald mit einem New Zealand Must-Do wieder, dass am Wochenende ansteht!!

Liebe Grüße,

Becca (:

Update: Schweres Erdbeben erschüttert Neuseeland

Kia Ora meine Lieben,

in der Nacht vom Sonntag, den 13. November auf den Montag hat sich gegen Mitternacht ein Erdbeben der Stärke 7,4 ereignet. Uns allen in Taranaki geht es gut, außer ein paar Stromausfällen gibt es keine großen Schäden. Auf der Südinsel, das Epizentrum lag rund 90km von Christchurch entfernt, gab es jedoch zwei Tote und eine Stadt, Kaikoura, war komplett von der Außenwelt isoliert.

Viele haben mich bereits über WhatsApp, Facebook und Instagram angeschrieben, ob bei uns alles in Ordnung sei und wie sich sowas anfühlt, weshalb ich euch jetzt einfach mal meine Erfahrung schildern werde.

Um genau 0:02 Uhr Ortszeit wache ich ohne ersichtlichen Grund auf und schaue auf mein Handy, um zu sehen ob es schon Zeit zum Aufstehen ist. Erst wenige Sekunden später habe ich das Rütteln in meinem Bett gemerkt und die Geräusche von den Bildern, die gegen die Wand schlugen und Gegenständen, die auf meinem Nachttisch umhergerutscht sind wurden lauter. Mit Handy in der Hand, um notfalls Hilfe zu rufen, bin ich zur Tür getaumelt, um mich in den Türrahmen zu stellen, weil es dort wohl sicherer sei. Auf dem Weg dorthin viel mir ein Bilderrahmen in die Arme, den ich aber unbeachtet auf mein Bett geworfen habe und Schutz gesucht habe. Über fünf Minuten stand ich mit dem Rücken gegen den Türrahmen gepresst und habe gewartet, bis Boden und Wände stillstanden. Es hat sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Und wenn das Erdbeben hier schon noch so krass war, obwohl wir weit vom Epizentrum weg sind, kann man sich nur vorstellen wie heftig es da gewesen sein muss.

Zitternd und mit Herzrasen bin ich nach einigem Verharren wieder ins Bett und habe Freunden und Familie versichert, dass wir in Ordnung sind. Über die Nacht hinweg gab es noch weitere, jedoch kleine und kurze Nachbeben, weshalb keiner wirklich viel Schlaf bekommen hat. Laut Aussagen von anderen Müttern und meiner Gastfamilie hier in Patea war dies auch das stärkste Beben, was sie bisher erlebt haben.

Ich hoffe, dass es zu keinen weiteren Schäden auf der Südinsel kommt und dass es allen dort gut geht. Die Tsunamiwarnung, die für die betroffene Region ausgehängt wurde, wurde zum Glück eingestellt. Dennoch sollen alle Bewohner, auch wir hier, vom Strand wegbleiben.

Ich melde mich bald wieder mit meinem nächsten Artikel von meinem Wochenende, jedoch fand ich es erstmal wichtiger euch über die Situation zu informieren.

Stay safe,

Becca (:

Roadtrip #9 ~ White Island & Mount Maunganui

Kia Ora meine lieben Leser!

Nach einigen Wochen, die ich zum Entspannen und zum Geld sparen für meinen großen Urlaub nach Weihnachten zu Hause geblieben bin, ging es für mich dieses Wochenende wieder weg. Von Freitag Abend, den 21. Oktober bis Montag Abend, den 24. Oktober waren eine Gruppe von acht anderen Au Pairs aus Taranaki und ich in Taupo und auf der White Island. Der Grund warum wir den Montag auch frei hatten ist, dass es Labour Day war und von daher der Montag ein Feiertag ist.

Wie schon erwähnt ging es Freitags Abends nach Taupo. Das Hostel in dem wir waren war echt super schön, jeder hatte sein eigenes Bett, also alle nebeneinander, keine Hochbetten, und wir hatten eine Dusche und eine Toilette in unserem Zimmer. Was ein ungewohnter Luxus! Da es dann aber schon nach Mitternacht war sind wir alle relativ schnell ins Bett, um uns für den nächsten Tag auszuschlafen.
Samstag Morgen ging es dann nach dem Frühstück für einige von uns zu den Huka Falls, aber da ich ja bei denen schon war bei meinem ersten Roadtrip hier in Neuseeland bin ich mit ein paar Mädels in Taupo geblieben und wir sind einfach um den See gewandert. Später haben wir einen deutschen Pub gefunden und leckere Bretzeln gegessen, dazu gab’s im Hintergrund deutsche Schlager. Die Blicke als wir gesungen haben waren unbezahlbar.

Danach ging es zu der Fearless Sails Tour mit einem echten Segelschiff auf dem Lake Taupo. Mit der Sonne im Gesicht und einer leichten Brise sind wir über den See gesegelt, wurden etwas hin und her geschüttelt durch die Wellen und konnten als Highlight die Maori Rock Carvings bestaunen. Es war echt eine wunderschöne Tour und auf dem Rückweg gab es dann eine Limonade für jeden und wir konnten etwas dösen. Zurück am Hafen ging es dann für uns nach Tauranga, wo wir leider nicht ein ganz so tolles Zimmer hatten und wir alle kaum geschlafen haben.

Um sechs Uhr morgens sind wir Sonntags aufgestanden, um nach Whakatane zu fahren, wo unser Boot für die White Island wartete. White Island ist ein aktiver Vulkan an der Nordostküste Neuseelands und war mit dem Boot nach 1,5 Stunden erreicht. Die Bootsfahrt an sich war schon mega schön und wir konnten die Sonne richtig genießen. Mit Helmen und Gasmasken ging es auf ein Schlauchboot und letztendlich auf die Insel. Es ist atemberaubend, auf einem Vulkan zu stehen der jede Sekunde ausbrechen könnte. Während der Wanderung waren die Gase dann aber auch wortwörtlich atemraubend, weshalb wir mit Gasmasken weiter gelaufen sind und Bonbons gelutscht haben, um nicht zu husten. Es war so ein wunderschöner Tag und meiner Meinung nach ist White Island definitiv ein Must-Do in Neuseeland. Ich bin noch immer fasziniert, wenn ich daran zurückdenke. Die Erinnerung, direkt am Krater gestanden zu haben, bleibt für immer.

Nachmittags waren wir dann noch am Strand, bevor wir wieder nach Tauranga gefahren sind und zu Abend gegessen haben. Ziemlich erschöpft sind wir dann irgendwann ins Bett und haben Montags morgens erstmal bis neun Uhr gepennt, bevor wir gefrühstückt haben und dann weiter zum Mount Maunganui gefahren sind, um etwas zu wandern.

Auch wenn der Berg klein aussah, das Wandern zur Spitze war mega anstrengend, weshalb wir verschwitzt oben angekommen sind und dann erstmal die Aussicht genossen haben. Später sind wir runter an den Strand, wo wir eine coole Schaukel gefunden haben und relaxt haben. Danach gab es Real Fruit Ice Cream und dann war es auch schon Zeit, wieder Heim zu fahren nach Taranaki.

Ich hatte wirklich ein super schönes Wochenende und ich empfehle wirklich jedem, der in Neuseeland ist, die White Island Tour zu machen. Es lohnt sich wirklich sehr!

Liebe Grüße,

Eure Becca (:

Roadtrip # 8 – Waitomo & Whangamomona

Kia Ora meine Lieben,

Letztes Wochenende, vom 23. bis zum 25. September, bin ich mit Juliette und ihrer Gastfamilie nach Hamilton gefahren. Juliettes Gasteltern sind dort auf eine Verlobungsfeier gegangen, haben Juliette und mir aber angeboten, mitzukommen und dort ein paar Sachen zu erleben. Der Höhepunkt daran: Sie haben für Juliette und mich ein Auto gemietet! Ein wirklich großes und schönes Auto. Und wir haben in einem Motel geschlafen und es hat sich einfach so luxuriös im Vergleich zu den Hostels angefühlt – Dicke Decken, Zimmerservice, eigene Küche und Bad, kostenloser Kaffee, Tee und Kakao.. einfach zu cool. Juliette und ich waren echt geflasht.

Juliette ist übrigens aus Frankreich und lebt nicht weit von mir hier in Patea. Leider fliegt sie bald Heim und ich werde Mainly Music und Playgroup mit ihr vermissen! ;( jetzt aber mal zum Roadtrip an sich…!

Freitags Morgens, nachdem ich mich vorher noch um die Jungs gekümmert habe, ging es los für uns. Juliette hat mich mit dem schicken Auto abgeholt und auf ging es. Die Fahrt war angenehm und wir haben fast die ganze Zeit nur geredet und gelacht. Wir haben uns wie immer echt super gut verstanden. Nach einer kleinen Pause sind wir dann in Hamilton angekommen und hatten das wunderschöne Zimmer nur für uns – Wie schön! Nach etwas Shopping in der Stadt, natürlich haben wir uns einen Donut bei Dunkin‘ Donuts geholt, ging es dann wieder zurück ins Hotel und später ins Bett.

Samstags sind wir nach einem kleinen Frühstück nach Waitomo gefahren, was circa eine Stunde von Hamilton entfernt liegt. Wir haben super lecker zu Mittag gegessen, es gab Pizza, und sind dann zu dem Treffpunkt gefahren. Wir haben uns angemeldet und wurden dann mit einer australischen Familie zum Umziehen gebracht – Neoprenanzüge statt gemütliche Jogginghose.

Warum das alles? Für die, die noch nie davon gehört haben: Die Waitomo Caves sind bekannt für ihre Glowworms, die dort in den Höhlen vorkommen. Diese Glowworms gibt es auf der ganzen Welt nur in Australien und Neuseeland. Der Grund für die Neoprenanzüge ist aber, dass die Glühwürmchen immer über Wasser lauern, an den Decken der Tropfsteinhöhlen, denn Moskitos, ihre Nahrung, sind ebenfalls gerne in Wassernähe. Die Glowworms leuchten bläulich, was die Moskitos anlockt. Sie bleiben in den Netzen der Glowworms hängen und werden dann gegessen.

Nachdem wir umgezogen waren ging es dann mit dem Shuttle zu der Höhle und einen kurzen Fußweg später waren wir dann mit unseren Wasserreifen am Höhleneingang eingekommen. Die Tour an sich war mega cool, nur das Wasser total kalt – Nur 7 Grad Celsius! Die Glowworms waren dennoch wunderschön anzusehen, während wir in den Reifen lagen und uns voran treiben ließen. Das Highlight war aber, dass man sich rückwärts von einem kleinen Wasserfall fallen lassen musste und eine Rutsche rutschen konnte! Das hat Spaß gemacht!

Nach einer heißen Dusche ging es dann wieder auf den Weg nach Hause, aber nicht ohne ein Eis. An einem Obst und Gemüseladen gab es Eiscreme mit echten Früchten – Und das meinten sie ernst! Vor unseren Augen wurden die Beeren und Vanilleeis zusammengemixt und in unsere Waffel gegeben. Wow, das war verdammt gutes Eis! Gerne wieder! Abends gab es dann Pasta mit Pesto bevor wir müde ins Bett gefallen sind.

 

Sonntags sind Juliette und ich zeitig aufgestanden, weil unser Programmpunkt, die Rückfahrt, diesmal länger sein würde.. wir sind nämlich den „Forgotten World Highway“ zurück gefahren. Und dieser Highway trägt zurecht den Namen „vergessen“, denn nachdem wir ihn gefahren sind kann man definitiv nachvollziehen, warum man lieber die anderen Highways nimmt…
Die Straße, die den Forgotten World Highway darstellt, ist nicht nur eng sondern auch verdammt kurvig. So kurvig, dass man teils nur 15km/h fahren durfte. Nicht, dass Juliette oder mir schnell schlecht wird, aber das war echt nach einer Weile zu viel, weshalb wir ein paar Mal angehalten haben um Luft zu schnappen. Andere Male mussten wir jedoch anhalten, weil Ziegen, Schweine oder Truthähne über die Straße gelaufen sind, einfach so aus dem Busch heraus. 12 Kilometer der Strecke war sogar nur Schotterweg, statt Asphalt.

Nach circa vier Stunden haben wir es dann aber nach Whangamomona geschafft, einer Republik in Neuseeland, sozusagen ein eigenes kleines Land mit 30 Einwohnern. Wobei das wohl eher nicht so ernst sein wird, denn der Bürgermeister ist eine Ziege. Und nein, ich meine damit nicht, dass das Verhalten des Bürgermeisters einer Ziege würdig ist, sondern dass der Bürgermeister ein Tier ist, eine Ziege eben. Wir haben uns einen Stempel in unseren Reisepass geben lassen und sind dann nach Hause gefahren. Nach so einer langen Fahrt, die bestimmt am Ende sieben Stunden gedauert hat, war ich dann aber auch endlich froh zu Hause zu sein.

Das Wochenende war einfach mega schön und die Erinnerungen mit Juliette werde ich bestimmt nie vergessen.

Bis zum nächsten Roadtrip,

Eure Becca 🙂